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Häufig gestellte Fragen

Was sind die besten Alternativen zu JTL-Wawi?

Zu den am häufigsten genannten Alternativen zählen Plentymarkets (heute PlentyONE), Xentral, Weclapp, Pickware und microtech, die sich in Architektur und Schwerpunkt deutlich unterscheiden. Für eine integrierte Buchhaltung sind Weclapp und Xentral als cloud-native ERP-Systeme gut geeignet, während Pickware tief in Shopware integriert ist und Plentymarkets seine Stärke im Multichannel-Verkauf über viele Marktplätze ausspielt. microtech positioniert sich mit seinem büro+ als Warenwirtschaft mit Branchen-Tiefe für den Mittelstand und den Onlinehandel. Welche Lösung passt, hängt vom Verkaufsmodell, der Shop-Plattform und dem Bedarf an integrierter FiBu ab, weshalb ein Vergleich anhand der eigenen Prozesse sinnvoll ist.

Warum wechseln Händler von JTL-Wawi zu einer Alternative?

JTL-Wawi ist primär ein Warenwirtschaftssystem und keine vollwertige ERP-Lösung mit integrierter Finanzbuchhaltung oder umfassender Produktionssteuerung, sodass viele Händler eine zusätzliche Buchhaltung anbinden müssen. Hinzu kommt, dass JTL-Wawi eine Windows-Anwendung ist und einen Microsoft-SQL-Server voraussetzt, was Server-Betrieb, Updates und Hosting-Aufwand mit sich bringt. Wer auf macOS oder Linux arbeitet, kann die Software nur über RDP- oder Cloud-Hosting nutzen. Bei stärkerem Wachstum, dem Wunsch nach echtem SaaS-Betrieb oder dem Bedarf an durchgängig integrierten Prozessen suchen Händler daher nach umfassenderen oder cloud-nativen Systemen.

Was ist die beste Cloud-Alternative zu JTL-Wawi?

Als cloud-native Alternativen mit integrierter Buchhaltung gelten vor allem Xentral und Weclapp, die ohne eigenen Server-Betrieb auskommen und automatische Updates mitbringen. Plentymarkets beziehungsweise PlentyONE ist eine etablierte Cloud-Multichannel-Plattform, die laut Anbieter über 150 Verkaufskanäle und Marktplätze nativ anbindet und sich damit für Händler mit vielen Kanälen eignet. Die Preismodelle unterscheiden sich deutlich: Weclapp rechnet pro Nutzer und Monat ab, während Xentral nach Auftragsvolumen mit unbegrenzten Nutzern kalkuliert. Welche Variante günstiger ist, hängt entsprechend von Teamgröße und Bestellmenge ab.

Kann ich JTL-Wawi behalten und nur ein ERP oder eine Buchhaltung ergänzen?

Das ist grundsätzlich möglich, denn viele Händler koppeln JTL-Wawi über Schnittstellen mit einer separaten Buchhaltungslösung wie Lexware oder einer DATEV-Anbindung. Dieser Weg kann sinnvoll sein, wenn die bestehende Warenwirtschaft gut eingespielt ist und nur einzelne Funktionen fehlen. Langfristig führt die Pflege mehrerer getrennter Systeme jedoch oft zu Doppelerfassung, Abstimmungsaufwand und Fehlerquellen an den Schnittstellen. Eine integrierte ERP-Lösung, in der Warenwirtschaft und FiBu in einer Datenbasis liegen, ist bei wachsendem Volumen daher meist effizienter und wartungsärmer.

Welche Alternative passt für Shopware-Händler?

Für Händler, die ihren Shop auf Shopware betreiben, ist Pickware häufig die naheliegendste Wahl, da es als Warenwirtschaft direkt und tief in Shopware integriert ist und Lager, Versand und Kasse als zusammenhängendes Paket abdeckt. Damit entfällt eine zusätzliche Middleware zwischen Shop und Warenwirtschaft, was die Datenpflege vereinfacht. Wer über den Shop hinaus integrierte ERP-Funktionen wie Buchhaltung oder mehrere Verkaufskanäle benötigt, findet bei Xentral und Weclapp ebenfalls solide Shopware-Anbindungen. Die Entscheidung hängt davon ab, ob der Fokus auf reiner Shopware-Tiefe oder auf einem breiteren ERP-Umfang liegt.

Wie aufwendig ist der Wechsel von JTL-Wawi zu einer anderen Lösung?

Ein Systemwechsel ist ein Projekt mit Planungsbedarf, das je nach Datenmenge und Komplexität typischerweise zwischen rund zwei und acht Wochen inklusive Testphase dauert. Aus JTL-Wawi lassen sich Stammdaten wie Artikel, Varianten, Kunden, Lieferanten, Lagerbestände und die Bestellhistorie über das Im- und Exportwerkzeug JTL-Ameise per CSV exportieren und anschließend in das Zielsystem importieren. Der Aufwand steigt vor allem durch die Datenaufbereitung, das Mapping der Felder und individuelle Anpassungen, die im Altsystem gewachsen sind. Eine saubere Bestandsaufnahme vorab und ein paralleler Testbetrieb vor dem Go-Live reduzieren das Risiko von Datenverlust oder Prozessunterbrechungen.

Was kostet JTL-Wawi und wie verändert das die Wahl einer Alternative?

Die Basisversion JTL Start ist weiterhin kostenlos, allerdings hat JTL das Preismodell zum 1. April 2026 auf vier Editionen umgestellt: Start (kostenlos), Advanced (rund 99 Euro pro Monat im Jahresabo, 119 Euro bei monatlicher Zahlung), Pro (rund 329 bis 369 Euro pro Monat) sowie Enterprise nur auf Anfrage. In der kostenlosen Start-Edition sind manche lokalen Shop-Connectoren wie WooCommerce oder PrestaShop nicht mehr nutzbar und erfordern mindestens Advanced. Da auch Cloud-Alternativen wie Weclapp (pro Nutzer und Monat) oder Xentral (nach Auftragsvolumen) laufende Gebühren verursachen, sollte man die Gesamtkosten inklusive Hosting, Zusatzmodulen und Buchhaltungs-Anbindung über mehrere Jahre vergleichen. Diese Werte können sich ändern, weshalb für eine belastbare Kalkulation die aktuellen Anbieterangaben heranzuziehen sind.