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Häufig gestellte Fragen

Gibt es Digital Jetzt 2026 noch?

Nein. Das Bundesprogramm Digital Jetzt ist planmäßig zum 31. Dezember 2023 ausgelaufen, eine Antragstellung ist seitdem nicht mehr möglich. Auch das zugehörige Förderportal ist inzwischen abgeschaltet, und der Bund hat keinen unmittelbaren Zuschuss-Nachfolger aufgelegt. Stattdessen wird für Investitionszuschüsse auf die Programme der Bundesländer verwiesen, sodass online noch kursierende Beschreibungen sich auf den alten Stand beziehen.

Was hat Digital Jetzt gefördert und wie hoch waren die Zuschüsse?

Digital Jetzt förderte von 2020 bis 2023 Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen in digitale Technologien wie ERP-Systeme, Cloud-Lösungen und IT-Sicherheit sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter. Die maximale Förderung lag bei 50.000 Euro pro Unternehmen, in Wertschöpfungsketten oder -netzwerken bei bis zu 100.000 Euro. Die Förderquote war nach Unternehmensgröße gestaffelt und wurde für Anträge ab Juli 2021 um zehn Prozentpunkte abgesenkt, sodass je nach Beschäftigtenzahl typischerweise zwischen 30 und 40 Prozent der Kosten bezuschusst wurden. Über Bonusregelungen konnte die Quote im Einzelfall höher ausfallen.

Welche Alternative gibt es 2026 zu Digital Jetzt?

Investitionszuschüsse laufen heute überwiegend über die Länder-Digitalboni, etwa den Digitalbonus Bayern. Für die Finanzierung größerer Vorhaben steht seit Juli 2025 der zinsgünstige ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW bereit, der über die Hausbank beantragt wird. Ergänzend bieten die bundesweiten Mittelstand-Digital Zentren kostenlose, anbieterneutrale Beratung und die BAFA fördert externe Beratungsleistungen. Einen gebündelten Überblick speziell für ERP-Vorhaben finden Sie auf unserer Seite ERP-Förderung 2026.

Kann ich für eine ERP-Einführung noch Zuschüsse bekommen?

Möglicherweise, und zwar in der Regel über das Digitalbonus-Programm Ihres Bundeslands. Die Konditionen unterscheiden sich deutlich je nach Land; der Digitalbonus Bayern fördert beispielsweise bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben mit Zuschüssen von bis zu 7.500 Euro im Standard und bis zu 30.000 Euro in der Plus-Variante. Der zentrale Einstieg für die Suche ist die Förderdatenbank des Bundes, gefiltert nach Bundesland und Digitalisierung. Wichtig ist, dass der Antrag stets vor der Auftragsvergabe gestellt wird, da eine vorzeitige Beauftragung den Förderanspruch in aller Regel entfallen lässt.

Was muss ich bei der De-minimis-Grenze beachten?

Viele Digitalisierungszuschüsse werden als De-minimis-Beihilfen gewährt, die einer EU-weiten Obergrenze unterliegen. Seit dem 1. Januar 2024 darf ein Unternehmen über drei Jahre hinweg höchstens 300.000 Euro an solchen Beihilfen erhalten, zuvor lag die Grenze bei 200.000 Euro. Bei jedem neuen Antrag müssen Sie deshalb alle bereits erhaltenen De-minimis-Beihilfen der letzten drei Jahre in einer Erklärung offenlegen. Wer die Schwelle ausschöpft, sollte prüfen, ob ein Förderkredit statt eines Zuschusses die bessere Option ist, da dieser nicht unter die De-minimis-Begrenzung fällt.

Wie funktioniert der KfW-ERP-Förderkredit als Alternative zum Zuschuss?

Der seit Juli 2025 neu aufgesetzte ERP-Förderkredit Digitalisierung der KfW finanziert Digitalisierungsvorhaben ohne Mindestbetrag mit Krediten bis 7,5 Millionen Euro in der Basisstufe und bis 25 Millionen Euro in den höheren Stufen. Anders als ein Zuschuss muss der Kredit zurückgezahlt werden, dafür bietet er vergünstigte Zinsen, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Anlaufjahre. Für anspruchsvollere Vorhaben der Stufen LevelUp und HighEnd kommt ein zusätzlicher Zuschuss von 3 beziehungsweise 5 Prozent des ausgezahlten Kreditbetrags hinzu, maximal 200.000 Euro. Die Beantragung erfolgt nicht direkt bei der KfW, sondern nach dem Hausbankprinzip über die eigene Bank, die die Bonität prüft und den Antrag weiterleitet.

Wo finde ich den aktuellen Förder-Überblick für Digitalisierung und ERP?

Der offizielle zentrale Einstieg ist die Förderdatenbank des Bundes, in der sich Programme nach Bundesland, Förderart und Themenfeld wie Digitalisierung filtern lassen. Da Zuschüsse heute überwiegend auf Länderebene vergeben werden, lohnt zusätzlich der Blick auf die Wirtschaftsförderung des eigenen Bundeslands. Eine redaktionell zusammengefasste Übersicht der aktuellen Förderwege speziell für ERP- und Digitalisierungsvorhaben finden Sie auf unserer Seite ERP-Förderung 2026. Da sich Konditionen und Kontingente kurzfristig ändern können, sollten Sie die Angaben vor einer Antragstellung stets an der jeweiligen Originalquelle prüfen.