Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet CAPP?
CAPP steht für Computer-Aided Process Planning — computergestützte Arbeitsplanung. Die Software leitet aus Konstruktionsdaten automatisch Fertigungs-Arbeitspläne mit Arbeitsgang-Folge, Ressourcen-Zuordnung und Vorgabezeiten ab.
Was ist der Unterschied zwischen CAPP und CAM?
CAM erzeugt die konkreten Maschinen-Programme (NC-Code) für die Fertigung eines Teils. CAPP plant eine Ebene höher: welche Arbeitsgänge in welcher Reihenfolge auf welchen Maschinen — also den gesamten Fertigungs-Ablaufplan.
Was ist generatives vs. variantenbasiertes CAPP?
Variantenbasiertes CAPP passt einen Referenz-Arbeitsplan an ähnliche Teile an (Praxis-Standard im Mittelstand). Generatives CAPP erzeugt Arbeitspläne komplett regelbasiert aus Feature-Erkennung — leistungsfähiger, aber aufwändiger.
Wie hängt CAPP mit ERP zusammen?
CAPP liefert Arbeitspläne und Vorgabezeiten, die ins ERP/PPS übernommen werden — für Kapazitätsplanung, Kalkulation und Nachkalkulation. Werkzeug-Bedarfe aus dem CAPP lösen Lager-Reservierungen im ERP aus.
Brauchen kleine Fertiger CAPP?
Erst ab einer gewissen Variantenvielfalt. Kleine Betriebe pflegen Arbeitspläne oft direkt im ERP. Sobald hunderte ähnliche Varianten mit unterschiedlichen Arbeitsgängen entstehen, spart variantenbasiertes CAPP erheblichen Pflege-Aufwand.
