Zum Hauptinhalt

Weiterführende Themen

Häufig gestellte Fragen

Was ist GoBD-konforme Buchhaltungssoftware?

Die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) sind das BMF-Schreiben, das die Anforderungen an digitale Buchführung definiert: Unveränderbarkeit von Buchungen, vollständige und nachvollziehbare Beleg-Spur, revisionssichere Archivierung über die gesetzliche Aufbewahrungsfrist (10 Jahre) und eine Verfahrensdokumentation. GoBD-konforme Buchhaltungssoftware setzt diese Anforderungen technisch um — etablierte Tools wie DATEV, Lexware, sevDesk, Candis oder die ERP-integrierten Finanzbuchhaltungen weisen GoBD-Konformität in der Regel über Hersteller-Testate nach.

Welche Buchhaltungssoftware passt für Selbstständige und kleine Unternehmen?

Für Selbstständige, Freiberufler und kleine Betriebe sind Cloud-Tools mit Fokus auf einfache Bedienung und mobile Beleg-Erfassung der pragmatische Default — sevDesk, Lexware Office, BuchhaltungsButler, FastBill oder WISO MeinBüro decken Faktura, einfache Buchhaltung, USt-Voranmeldung und DATEV-Export für den Steuerberater zuverlässig ab. Die Entscheidung hängt eher an Bedienlogik, Preismodell pro Beleg und der Anbindung an die genutzte Bank als an grundsätzlichen Funktionsunterschieden.

Wann lohnt sich Buchhaltung als Modul innerhalb eines ERP-Systems?

Sobald Auftrags-, Lager-, Produktions-, Faktura- und Buchhaltungsdaten in einem konsistenten Datenmodell laufen sollen, gewinnt die ERP-integrierte Variante deutlich. Faustregel: Ab etwa 20-30 Mitarbeitenden oder bei nicht-trivialem Lager-/Produktions-Setup ist SAP Business One, Dynamics 365 Business Central, Sage 100 oder Lexware Warenwirtschaft die strukturell bessere Wahl. Darunter ist eine Stand-alone-Buchhaltung mit DATEV-Anbindung meist effizienter.

Welche Rolle spielt die DATEV-Schnittstelle?

Die DATEV-Schnittstelle (klassischer DATEV-Export-Postversand, DATEV-Format CSV/ASCII oder DATEV Unternehmen online) ist in DACH faktisch Pflicht, weil ein Großteil der Steuerberater mit DATEV arbeitet. Eine bidirektionale Anbindung — Belege und Buchungssätze gehen an die Kanzlei, Auswertungen und korrigierte Buchungen kommen zurück — reduziert den manuellen Abstimmungsaufwand erheblich. Details unter DATEV-Export und ERP mit DATEV-Schnittstelle.

Was bedeutet die E-Rechnungs-Pflicht ab 2025?

Mit dem Wachstumschancengesetz wird die strukturierte elektronische Rechnung im inländischen B2B-Bereich schrittweise verpflichtend. Ab 1. Januar 2025 müssen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können; das Ausstellen wird mit Übergangsfristen ebenfalls verpflichtend. Die akzeptierten Formate sind ZUGFeRD ab Profil EN 16931 (Hybrid-PDF mit eingebetteter XML-Datei) und XRechnung (reines XML, Standard im öffentlichen Sektor). Bild-PDFs ohne strukturierte Daten sind keine E-Rechnungen mehr im Sinne des Gesetzes — die eingesetzte Buchhaltungssoftware sollte beide Formate sowohl ausstellen als auch empfangen können.

erp-software.org · der unabhängige ERP-Vergleich für den DACH-Mittelstand
Alle erwähnten Marken-, Produkt- und Firmennamen sind Eigentum der jeweiligen Hersteller. Die Nennung erfolgt ausschließlich zu Identifikations- und Vergleichszwecken (kein Hinweis auf wirtschaftliche oder partnerschaftliche Beziehungen). Hinweis nach §5b UWG: Nutzer-Bewertungen werden vor Veröffentlichung manuell auf Plausibilität geprüft – wir können jedoch nicht mit absoluter Sicherheit feststellen, ob Bewertungen ausschließlich von tatsächlichen Nutzern stammen. Einige Links auf erp-software.org können zu Werbe-Kooperationen oder Lead-Vermittlungen führen; die redaktionelle Bewertung erfolgt davon unabhängig.