Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SCM und ERP?
Das ERP ist das transaktionale Rückgrat eines einzelnen Unternehmens (Aufträge, Bestände, Finanzen). SCM (Supply Chain Management) ist die unternehmens-übergreifende Planung und Steuerung der gesamten Lieferkette vom Lieferanten bis zum Kunden.
Ist SCM Teil des ERP?
Moderne ERP-Suites enthalten SCM-Module (SAP IBP, Oracle SCM, Microsoft Dynamics SCM). SCM ist aber konzeptionell breiter als das ERP, weil es über die Unternehmensgrenze hinaus die ganze Lieferkette einbezieht.
Brauche ich ein separates SCM-System?
Im Mittelstand meist nicht — das ERP deckt die SCM-Kernaufgaben ab. Bei komplexen Multi-Werk-Netzwerken, internationaler Beschaffung und anspruchsvollem Demand Planning ergänzen spezialisierte SCM-/APS-Tools das ERP.
Welche SCM-Aufgaben gehen über das ERP hinaus?
Mehrstufiges Demand Planning, Supply Network Planning über Werke hinweg, Lieferanten-Kollaboration (VMI, Forecast-Sharing) sowie Transport- und Netzwerk-Optimierung — alles unternehmens-übergreifend.
Wie hängen SCM und der Bullwhip-Effekt zusammen?
Der Bullwhip-Effekt entsteht durch fehlende Transparenz entlang der Lieferkette. SCM bekämpft ihn durch Informations-Sharing, gemeinsame Forecasts und VMI — Aufgaben, die über ein einzelnes ERP hinausgehen.
