SIEM – Security Information and Event Management

SIEM (Security Information and Event Management) ist die zentrale Lösung für Sicherheits-Logging und Incident-Erkennung in IT-Landschaften. SIEM-Systeme korrelieren Logs aus ERP, Datenbank, Firewall, Active Directory und Cloud-Diensten, um Anomalien und Angriffe in Echtzeit zu erkennen.

Warum SIEM für ERP wichtig ist

ERPs sind das Herzstück sensibler Geschäftsdaten. Erfolgreiche Angriffe (z.B. CEO-Fraud, Manipulation von Lieferantendaten, Daten-Exfiltration) wären ohne SIEM oft unentdeckt. Pflichten aus NIS-2, DSGVO und der GoBD verlangen Audit-Trails — SIEM ist der zentrale Aggregator.

SIEM-Tools im Markt

  • Splunk Enterprise Security: Marktführer, hochskalierbar, kostspielig
  • Microsoft Sentinel: Cloud-natives SIEM für M365-Welten
  • IBM QRadar: etabliert im Konzern-Segment
  • Elastic Security: Open-Source-basiert, kostengünstig
  • Graylog: Open-Source-SIEM für Mittelstand
  • SecuPi/Logpoint: spezielle ERP-Compliance-Funktionen

ERP-spezifische SIEM-Anwendungsfälle

  • Privileged-User-Monitoring: Wer hat Admin-Rechte genutzt?
  • SoD-Verletzungen (Segregation of Duties)
  • Massenabfragen auf Kunden-/Lieferantendaten
  • Erfolglose Login-Versuche als Brute-Force-Indikator
  • Buchungsmanipulationen außerhalb der Geschäftszeiten

Häufige Fragen

Lohnt SIEM für mittelständische ERPs?

Ab 50-100 MA und kritischen Geschäftsdaten ja. Cloud-SIEM wie Sentinel skaliert günstiger als On-Prem-Splunk.

Was kostet SIEM?

Splunk: 100-300 EUR/GB ingest/Jahr. Sentinel: 2-3 EUR/GB. Open-Source-Tools: ~Hardware + Operations-Aufwand.

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