ERP für Stadtwerke – Software für kommunale Versorger
Stadtwerke sind Multi-Sparten-Unternehmen: Strom, Gas, Wasser, Abwasser, Fernwärme, ÖPNV, Bäder und mehr. Ein ERP für Stadtwerke muss diese Vielfalt abbilden, regulatorische Pflichten der Energiebranche bedienen und kommunale Sonderprozesse beherrschen.
Multi-Sparten-Anforderungen
Jede Sparte hat eigene Geschäftslogik: Strom mit MaBiS/GPKE-Marktprozessen, Gas mit GeLi Gas, Wasser mit Trinkwasser-Verordnung, Fernwärme mit eigener Bilanzkreis-Logik. Hinzu kommen ÖPNV mit Fahrgast-Reporting, Bäder mit POS und Saison-Schwankungen, Telekommunikations-Aktivitäten in vielen Stadtwerken.
Energiewirtschaftliche Marktprozesse
- MaBiS (Marktregeln für die Bilanzierung Strom)
- GPKE (Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität)
- GeLi Gas (Geschäftsprozesse Lieferantenwechsel Gas)
- WiM (Wechselprozesse im Messwesen)
- BNetzA-Regulierungs-Reporting
Anbieter im Stadtwerke-Segment
- SAP IS-U bzw. SAP S/4HANA Utilities – Marktführer bei größeren Stadtwerken
- Wilken mit ENER:GY und ENVI
- SIV.NET mit kVASy
- Schleupen mit BS.energy
- Somentec mit XAP4U
- powercloud – Cloud-native für Energieversorger
Trends
- Energiewende: Mieterstrom, PV-Direktvermarktung, Speicher
- Smart-Meter-Rollout mit MSB-Aufwand
- Wärmewende mit Fernwärme-Fokus
- NIS-2 mit verschärften Cyber-Anforderungen
- Sustainability-Reporting nach CSRD
Häufige Fragen
- Reicht ein klassisches ERP für Stadtwerke?
Selten. Die Tiefe von MaBiS, GPKE und Multi-Sparten-Logik verlangt branchenspezifische Lösungen.
- Was kostet ein Stadtwerke-ERP?
Mittelständische Stadtwerke: 1–5 Mio EUR Gesamtprojekt. Größere Versorger: 5–20 Mio EUR über mehrjährige Projekte.
- Welcher Anbieter dominiert?
SAP IS-U bzw. S/4HANA Utilities ist Marktführer bei größeren Versorgern. Im Mittelstand dominieren Wilken, SIV.NET und Schleupen.
