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Open Source ERP vs. kostenpflichtiges ERP-System

 

Open Source ERP Immer mehr, vor allem kleine und mittelständische, Firmen sind auf der Suche nach einer günstigen Alternative zu den recht kostenintensiven, standardmäßigen ERP-Produkten. Dabei tauchen immer wieder Open Source ERP-Programme als eine solche Alternative zu den kommerziellen ERP-Programmen auf. Doch warum gibt es nur so ein geringes Angebot an Open Source Programmen? Denn auf den ersten Blick scheint Open-Source-ERP durchaus Vorteile zu haben. Die Unternehmen können die Software installieren und nach ihren eigenen Bedürfnissen weiterentwickeln. Dies ist vor allem kostengünstiger. Doch lohnt es sich letztlich wirklich? Denn kostengünstig bedeutet nicht kostenfrei. Sicherlich haben Firmen nun die Möglichkeit ohne größere IT-Kenntnisse, ein ERP-System lizenzfrei zu installieren, aber sobald Fragen um Sicherheit, Haftung und Wartung auftreten, sehen sich die Unternehmen vor Problemen, die sie bei kostenpflichtigen Varianten in der Form nicht haben.

Was bedeutet Open-Source-ERP?

Zunächst sollte jedoch die Frage geklärt was Open-Source-ERP eigentlich bedeutet. Neben den kostenpflichtigen Anbietern wie zum Beispiel SAP oder Oracle, gibt es mittlerweile Anbieter von Open-Source-ERP, zu denen beispielsweise die Firma Novabit gehört. Diese Anbieter ermöglichen einen freien Zugang zu den Quelltexten von ERP-Systemen und erlauben es Unternehmen, diese Quelltexte zu verändern und so die ERP-Systeme auf ihr eigenen Bedürfnisse anzupassen. Die Unternehmen sind, anders als bei der kostenpflichtigen Variante, nicht auf den Hersteller angewiesen und können Probleme selber beheben. Ebenso kann Open-Source-Software von beliebig vielen Benutzern angewendet werden, was wiederum ein Unterschied zu den kostenpflichtigen Varianten ist. Der Grundgedanke bei der Entwicklung von Open-Source-Software und dementsprechend auch von Open-Source-ERP ist, dass jeder Nutzer von der ständigen Weiterentwicklung profitieren kann.

Welche Nachteile bringen Open-Source Programme?

Das größte Problem dürfte sein, dass die wenigsten Firmen in der Lage sein werden, die Programme selbst im optimalen Maße weiterzuentwickeln und letztlich doch wieder auf kostenpflichtige Dienstleistungen zurückgreifen müssen. Ein weiterer Nachteil liegt auch auf der Hand. Unternehmen haben bei der Do-it-yourself Variante keinerlei Haftungsanspruch. Wenn irgendetwas schief läuft, kann niemand haftbar gemacht werden. Novabit scheint diesem Problem entgegenzuwirken, indem sie die Unternehmen bestmöglich versuchen zu unterstützen. Sie bieten den Unternehmen, für einen gewissen monatliche Betrag, an, Onlinetrainings zu besuchen, die regelmäßig und vor allem themenbezogen stattfinden und in dessen Rahmen wichtige Fragen geklärt werden können. Unternehmen sind somit weniger abhängig von etablierten kommerziellen Anbietern und haben die Möglichkeit um einen geringen finanziellen Aufwand regelmäßig geschult zu werden und ihr Wissen im Bereich ERP-Baukastensysteme zu vertiefen. Der Vergleich zwischen Open-Source Anbietern und den traditionellen, kostenpflichtigen ERP-Anbietern lohnt sich also. Letztlich bleibt die Entscheidung jedoch beim Unternehmen für welche Dienstleistung, wozu auch die eben genannten Schulungskosten zählen, es schlussendlich zahlen will. Grundsätzlich sollte man sich im Klaren darüber sein, dass bei Open-Source-Software zwar keine Lizenzkosten anfallen, aber Folgekosten nicht ausbleiben, sofern man ein sauber arbeitendes System haben möchte. Eine Entscheidung für bzw. gegen ein Open-Source-EPP-System sollte demnach in jedem Fall wohl überlegt sein.

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